Die Technik des Fahrrads

Herzstück jedes Fahrrads ist der Rahmen. Das gebräuchlichste Konzept ist der Diamantrahmen, so genannt wegen seiner aus zwei Dreiecken gebildeten Form, die an die Struktur eines Diamanten erinnert. Rahmen älterer Bauart bestehen aus Stahlrohren, wodurch sie zwar stabil, aber auch sehr schwer sind. Das derzeit meistverwendete Material ist Aluminium, das zwar nicht so bruchfest ist wie Stahl, dafür jedoch erheblich leichter. Noch leichter (bis zu 30%) und haltbarer sind Modelle aus Titan oder Kohlefaser-Verbundwerkstoffen, die dafür aber auch ein Vielfaches kosten können! Nach dem Rahmen machen die Laufräder die Qualität eines guten Fahrrads aus. Auch hier kommt es wieder auf das Gewicht an, vor allem aber um die leichtgängige Lagerung der Achse, die möglichst widerstandsarm abrollende Bereifung und die Haltbarkeit der Felgen. Je nach Fahrradtyp und Fahrstil ist ein geeigneter Lenker vonnöten, und von der einfachen geraden Lenkstange bis zum ausgeklügelten Rennlenker mit aerodynamischen Aufsätzen gibt es viele Varianten aus unterschiedlichen Materialien, die verschiedene Griffpositionen zulassen.

Um die begrenzte Muskelkraft des Menschen optimal zu nutzen, sind die meisten Fahrräder mit einer Gangschaltung ausgerüstet. Diese verändert das Übersetzungsverhältnis der Tretkurbel zum hinteren Antriebsrad. So kann man wählen, auf der Ebene schwer zu treten und schnell zu fahren, oder an einer Steigung leicht zu treten, dafür aber langsamer zu fahren. Die beiden verbreitetsten Schaltsysteme sind die Nabenschaltung und die Kettenschaltung. Die Kettenschaltung erlaubt durch viele einstellbare Gänge feinere Abstufungen der Übersetzung. Sie ist einfach (und daher preiswert) aufgebaut und kann leicht selbst gewartet werden. Die Nabenschaltung dagegen hat weniger Gänge, ist dafür aber weniger störanfällig und kann auch im Stillstand betätigt werden, was bei der Kettenschaltung nicht möglich ist.

Eine weitere wichtige Komponente sind die Bremsen. Fahrräder mit Nabengangschaltung sind mit einer Rücktrittbremse ausgestattet. Diese Bremse ist unempfindlich gegen Nässe und wartungsarm, kann dafür aber zum Überhitzen neigen und lässt im Stand keine Positionsänderung der Kurbeln zu. Praktischer und leichter sind da die Felgenbremsen oder Scheibenbremsen, betätigt per Seilzug oder sogar hydraulisch über Öldruck.

Schließlich ist die Wahl des richtigen Sattels wichtig, wenn man über längere Distanzen beschwerdefrei fahren will. Bei aufrechtem Fahren ist ein breiter, gefederter Sattel praktisch, während ein sportlicher Fahrstil mit nach vorn geneigtem Oberkörper nach einem schmalen Sattel verlangt, der den Beinen viel Bewegungsraum lässt. Fahrradfahrerinnen können besonders geformte Frauensättel verwenden, die vorn breiter gehalten und vorn kürzer sind als Herrensättel.

Relevante Suchbgeriffe zu dieser Seite:
Fahrrad, Fahrradtypen, Fahrtechnik Fahrrad, Sicherheit Fahrrad, Bekleidung und Zubehör Fahrrad